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Lang ist es her, da wurde in Schliersee im Winter auf einer professionell errichteten und vereisten Rodelbahn gerodelt und Rennen wurden ausgetragen. Doch die Winter wurden immer wärmer und kürzer, so dass sich die Vereisung der Rodelbahn nicht mehr rentierte, hatte man einfach keine Kühlaggregate. So war man in Folge dessen gezwungen, auf die Rodelbahn in Königssee auszuweichen und die Schlierseer Rodelbahn ganz der Natur zu überlassen...
Ganz? Nein! Jahr für Jahr pilgerten die Schlierseer Rodler zur Rodelbahn, um diese von allerlei Gestrüpp und dergleichen zu befreien und um dann die Sonnenwende mit einem großen Feuer zu feiern.
Aber wieso die Rodelbahn in Schliersee wieder aufbauen? Die Rodelbahn in Königssee ist als Weltmeisterschaftsbahn für Rodel, Skeleton und Bob in einem Maße überbelastet, dass für die Jugend kaum noch Trainingszeiten übrigbleiben. Ferner muss die Bahn neuerdings auch wirtschaftlich arbeiten, was zur Folge hat, dass der Jugend weitere Trainingszeiten gestrichen wurden, damit mehr bezahlende Touristen die Bahn nutzen können. So kommt der RRC Schliersee auf durchschnittlich 15 - 20 Trainingseinheiten à 4 Abfahrten im Jahr. Man stelle sich einen Skiclub mit solch einer Trainingsmöglichkeit vor.
Was hätte die Gemeinde Schliersee von solch einer Bahn? Selbst eine Sprintrodelbahn ermöglicht Weltmeisterschaften im Juniorenbereich. Und da die Teilnehmer und Betreuer auch irgendwo unterkommen müssten, würde dies eine positive Auswirkung für den kompletten Fremdenverkehrs- und Gaststättensektor bedeuten. Auch hätte Schliersee damit eine Attraktion mehr zu bieten, um noch mehr Touristen anzuziehen.
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